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Herzlich Willkommen beim KULT-UR-INSTITUT für interdisziplinäre Kulturforschung e.V.

Dieses Internetportal ist ein Teil der Öffentlichkeitsarbeit des KULT-UR-INSTITUTs. Wir möchten das Medium Internet nutzen um die Ideen und Ergebnisse unserer Arbeit einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Interessantes zu den einzelnen Projekten finden Sie im Bereich "Artikel" nach Themenbereichen sortiert.

Darüber hinaus bieten wir unseren Mitgliedern hiermit eine weitere Kommunikationsmöglichkeit um sich untereinander und mit dem Institut auszutauschen. Wir bieten aber auch Nichtmitgliedern die Möglichkeit Ihre Arbeit innerhalb unseres Angebotes zu veröffentlichen, sofern sich die eingereichten Arbeiten mit unseren Arbeitsgebieten befassen.

Wir fordern hiermit also nicht nur unsere Institutsmitglieder sondern jeden auf sich an dieser Kommunikationsplattform zu beteiligen.

 

Aus dem Raritätenkabinett der Kulturgeschichte: Ein Fruchtbarkeitsidol gibt Rätsel auf
   geschrieben von: hess am Freitag, 02. September 2011, 13:37 Uhr
Archäologie Im Fundus der umfangreichen Replikensammlung des KULT-UR-INSTITUTs befindet sich ein auf den ersten Blick unscheinbar wirkendes Figürchen (1), dessen Herkunft allerdings zu allerlei Spekulationen Anlass bieten kann. Es handelt sich um ein ca. 7 cm hohes, 6 cm breites und 1 cm tiefes, flaches Idol von herzförmiger Grundgestalt mit stark stilisierten menschlichen Attributen.

Die waagrecht abstehenden Arme sind durch Einschnitte vom Körper getrennt. Das dreieckige Köpfchen weist eine plastisch gebildete Nase, eingetiefte Augen und die Andeutung eines Mundes auf. Mandera berichtet dazu (2), dass es bei Dietenhausen, Kreis Oberlahn, unter einem nicht näher datierbaren eisenzeitlichen Grabhügel, etwa 3 m vom Mittelpunkt des Hügels entfernt, unter einer ungestörten Aufschüttung geborgen wurde. Das Fruchtbarkeitsidol aus marinem Kalkstein befand sich in keiner neolithischen Kulturschicht, stammt aber dennoch eindeutig aus dem Beginn des 3. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung.

Über dieses Alter ist man sich sicher, denn das Stück gehört zur großen Gruppe der so genannten „geometrischen Idole“, die als Zeugnisse eines ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum beheimateten Fruchtbarkeitskultes anzusehen sind. Die deutlichsten Parallelen zu unserem Fundstück befinden sich unter mesopotamischen Idolen, die allerdings als anatolischer Import gelten. Kühn wies bereits darauf hin (3), dass aus Tell-Asmar ein Exemplar stammt, das dem Dietenhausener Idol verblüffend gleicht (gefunden im Vierecktempel, 1. Dynastie).

Es erhebt sich nun also die Frage, wie dieses – in Deutschland übrigens einmalige – kleinasiatische Kultobjekt an die Lahn gelangte. Wer wurde unter diesem Grabhügel begraben. Ein keltischer Fürst, ein germanischer Kriegerhäuptling, ein Mensch, der aus der Türkei stammte oder zumindest Anatolien bereist hatte oder mit diesem Gebiet in Handelsbeziehung stand? Eine durchaus multikulturelle Frage, die sich wahrscheinlich nie mehr klären lässt, zumal das Idol auch an die frühkykladische Kunst erinnert (4). Ein Mantel des Schweigens legt sich über das Einzelschicksal. Wir aber haben nun in der Vorgeschichtsforschung eine irritierende Frage mehr.

Harald Braem

Anmerkungen/Literatur:
(1) Die von uns liebevoll „Nassauerin“ genannte Figur kam als Dauerleihgabe S. D. des Fürsten zu Solms-Braunfels in Besitz der Sammlung Nassauischer Altertümer im Hessischen Landesmuseum Wiesbaden. Der Restaurator Oskar Schnee fertigte eine originalgetreue Kopie, die sein Sohn, Dr. Reiner Schnee, Ehrenmitglied unseres Instituts, zusammen mit ungefähr 200 weiteren Repliken nassauischer Altertümer dem KULT-UR-INSTITUT stiftete.
(2) Mandera, Heinz Eberhard: Die jüngere Steinzeit, Schriften des städt. Museums Wiesbaden Nr. 4, 1960, S. 25 – 27
(3) Kühn, Herbert: Der Aufstieg der Menschheit, Frankfurt 1955, S. 104 ff u.
Tafel 2 a – d
(4) Ekschmitt, Werner: Die Kykladen, Mainz 1993, S. 17

Mit einer Replik der „Nassauerin“ werden seit 2001 die Träger des Nassauer Kulturpreises ausgezeichnet. Anlässlich des 10. Nassauer Kulturpreises 2010 vergab das KULT-UR-INSTITUT die „Nassauerin“ in Gold, Silber und Bronze.


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Artikel: Veranstaltungen 2011
   geschrieben von: hess am Donnerstag, 03. März 2011, 16:42 Uhr
News 4. Juni bis 31. Oktober 2011
Kunst- & Literaturpfad Loreley (KLP)
Ein Projekt des KULT-UR-INSTITUTs e. V. im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz "Natürlich Kultur". 2011 steht der KLP unter dem Motto "...und schuf mir einen Garten aus Ideen". Acht Künstlerinnen und Künstler stellen an der Königsetappe des Rheinsteigs zwischen Weinlehrpfad der Winzergenossenschaft Loreley und Block Loreley Skulpturen und Installationen aus.Die Eröffnung des KLP ist am Sa., 4. Juni 2011 um 14:00 Uhr am Weinprobierstand der Winzergenossenschaft Bornich auf dem Rheinsteig, Abschnitt Weinlehrpfad der Winzergenossenschaft (alle Infos zum KLP: www.kulturhof-blaues-land.de).

August 2011
KURZFILM-FESTIVAL zum 11. Nassauer Kulturpreis
Vorführung der für den Preis nominierten Kurzfilme, Abstimmung zum Publikumspreis
20.08.2011, 21:00 Uhr: KREML-Kulturhaus Zollhaus, Open Air Veranstaltung
21.08.2011, 20:30 Uhr: Kino-Center Nastätten
22.08.2011, 20:00 Uhr: Badhaus Bad Ems

Festakt zur Verleihung des 11. Nassauer Kulturpreises
Sparte Kurzfilm
27.08.2011, 20:30 Uhr: Königlicher Rittersaal Burg Nassau.


September 2011
1 + 1 = 3
Offene Ateliers auf dem Kulturhof Blaues Land in Bettendorf
2 Künstlerinnen - 3 Atelierorte
Sylvia Catharina Hess und Petra Dutiné
Sa. 17. und So., 18. September sowie Sa., 24. und So., 25. September
jeweils ab 14:00 Uhr
Das Welterbemuseum des KULT-UR-INSTITUTs ist an den Tagen der offenen Ateliers geöffnet.

Nastätter Literaturtag
Bücherland Nastätten, Termin wird noch bekannt gegeben


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Artikel: Nassauer Kulturpreis 2011 verliehen
   geschrieben von: hess am Donnerstag, 03. März 2011, 16:25 Uhr
Nassauer Kulturpreis Die Preisträger in der Sparte "Kurzfilm" wurden am 27. August ausgezeichnet:

Preis der Jury:
1. Preis: Produzententeam Alexander Boldt, Christian Cremer, Mark Edelmann, Moritz Gröger für "Zug um Zug"
2. Preis: Sylvia Winkler und Stephan Köperl für "Aber dem Kunden gefällt's doch"
3. Preis: Verena Stenke für "Crossing"

Publikumspreis:
Theresia Rocho für "Du bist Kultur"




















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